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Nala auf der Sonnenseite

20.12.2012

Mitte Juni 2011 – einige Monate nach dem tragischen Tod unserer leider herzerkrankten Ridgeback-Hündin waren wir so weit, so lange hatten wir gebraucht, aber die Leere in Haus und Garten war einfach nicht mehr zu ertragen.

Wir haben beschlossen, uns um eine Notnase bei RR in Not e.V. (RRiN) zu bewerben.
Dem voraus gingen zahlreiche Diskussionen, ob wir Pflege- oder Endstelle werden wollen.

Da wir uns so gut wie einig waren, dass die Pflegestellenfalle bei uns sicher zuschnappen würde, haben wir gleich das Endstellenbewerbungsformular ausgefüllt.

Geliebäugelt hatten wir zunächst mit einem kastrierten, schon älteren Rüden, Rüdenerfahrung war bisher nur rudimentär vorhanden., das war ausbaufähig.
Der Rüde von RRiN - mit einem Herzfehler - war dann aber (schon) weg, landete bei einer Tierärztin, war wohl auch gut so. Ausgesucht hatten wir ihn, da wir doch beste, kardiologische Betreuung an der Hand hatten.

Es sollte dann also doch wieder eine Hündin sein, da waren wir uns einig. Und allzu jung brauchte auch sie nicht zu sein.
Was dann so alles passierte - meine Güte, man kann gar nicht so schnell leben, wie sich hier die Ereignisse überstürzten.

Beworben hatten wir uns für eine Hündin von der Notseite des RRiN, die von ihren Besitzern dann, als fast ein Termin zum Kennenlernen stand, wieder aus der Vermittlung zurückgezogen wurde, denn sie blieb nun doch in ihrem Zuhause, was ja für die Hündin nicht das Schlechteste war.

Nur wir standen wieder ohne Hoffnung da! Dachten wir, war aber nicht so.

Bei RRiN hat man sich wirklich liebevoll um uns verwaiste Hundeeltern gekümmert und was wir zu diesem Zeitpunkt mit Entsetzen feststellen mussten, war, dass die mit Bild und ihrer Eigenschaftsbeschreibung, manchmal auch mit ihrer bekanntgewordenen Geschichte, vorgestellten Hunde auf der RRiN-Website nur die "Spitze des berühmten Eisbergs" ist.

Noch auf der Site suchend, lesend, kam ein Anruf.
Es gäbe da .... eine Hündin von einem Pferdehof .... Zwinger .... nein, kein Ridge .... gemischt ist sie auch .... aber, ich denke, sie könnte zu Euch passen. Hääh?

Wir ... skeptisch, sehr skeptisch!!!!

Anfang Juli war's, da fuhren wir ins schöne Niedersachsenland und besuchten die Hündin mit eigener RR-Mix-Tochter und die Mix-Halterfamilie.

Auch RRiN in persona zweier, sehr netter Damen, war vor Ort.

Wir verschafften uns einen Eindruck von der Hündin.
Na ja, wir hatten das vor, aber es passierte Folgendes:

Die Hündin kam auf uns zu, schaute uns an, erster Gedanke "Gott, ist die klein ... und so kräftig!", dann lief sie auf meinen Mann zu und tunnelte mehrfach seine Beine, dann Dasselbe bei mir.

War das ein Erlebnis, sie stand vor mir und der Kopf steckte drückend "fest"..
Wir hatten vorab drei Bilder gemailt bekommen, aber in natura ist doch was Anderes - viel schöner!

Wir gingen nach drinnen in die Küche der Familie und sie, die Hündin, tat einfach alles, um uns zu gefallen - ob sie was ahnte?

Wir hatten mit den Haltern und den beiden netten Damen (vielen Dank an RRiN) sehr lange, tiefe und ausführliche Gespräche.
Dabei wurden wir, ohne dass es oberflächlich auffiel, wohl auf Herz und Nieren geprüft, was aber auch richtig so ist, schließlich sollen die Notnasen ja in gute Hände vermittelt werden.

Die Hündin kroch zu mir auf die Bank, legte ihren Kopf auf mein Bein und schaute mich so von unten an, sie hatte sich einfach unbemerkt in unsere Herzen geschlichen.

Klar war aber auch, ein sofortiges Mitnehmen stand für uns nicht zu Debatte.
D'rüber schlafen ist eins, was wir immer machen, wenn es um wichtige Entscheidungen geht.
Punkt zwei war, wir erwarteten unseren Urlaubs-RR für die Dauer von drei Wochen und die Hündin sollte ja nicht schon nach drei Wochen erneut einen Trennungsschmerz durchleben müssen.

Auch machten wir die Entscheidung, ob, oder ob nicht, davon abhängig, wie die Tochter der Hündin, die Trennung von der Mutter nach einem Jahr Zusammenleben verkraftet.

Ende Juli 2011 fuhren wir erneut die fast 400 km, um sie abzuholen.
Eigentlich hatten wir das Wochenende geplant, sind dann aber doch am selben Tag zurück gefahren, was wohl für alle Beteiligten das Beste war, denn, sie war dort beliebt, durfte aber nicht mehr bleiben.
Es flossen viele, viele Tränen.

Über die gesamte Zeit haben wir nicht nur mehrere der sehr engagierten RriN-Mitarbeiter telefonisch genervt, es wurde immer bereitwillig und gut beraten, geholfen, wo es uns nötig erschien.

Die Hündin benahm sich wie ein Hofhund, gut, sie war einer, vor uns lag also Einiges an Arbeit.

Die Hündin wurde ein Sonnenseiten-Familien-Hund - gut für sie und gut für uns.
Ich glaube nicht, dass sie ihren Zwinger vermisst.

Unsere Nun-Nicht-Mehr-Nothündin heißt Nala, ist inzwischen fünf Jahre alt.

Nun wünschen wir uns ein sorgenfreies Leben mit ihr, sie macht sich gut.

Unarten, von denen sie ein paar zeigte als wir sie übernahmen, hat sie inzwischen abgelegt.

Wir hatten ja nun ein Jahr und ein paar Monate, um mit ihr zu arbeiten.

Auf den beigefügten Bildern ist sie zu sehen, man sieht wirklich beide, oder?
Den Boxer und den Ridgie.

Sie ist so lieb, gelehrig und sie scheint hier als Große zweier Hündinnen glücklich zu sein, was wir auch stark hoffen.

Schließlich geben wir uns alle Mühe, es ihr so schön und spannend wie möglich zu machen.

Es grüßt eine glückliche Familie vom Berliner Rand.


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