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Ritschi

13. Juni 2002

 

heute möchte ich nun eine etwas ausführlichere Schilderung der letzten Wochen mit Ritschi abgeben ...

20.5.
Insgesamt 660 km gefahren um einen 12,5 Jahre alten totalen Pflegefall zu uns zu holen - viele halten uns nun für komplett verrückt. Na ja, wir können damit leben. Aber kann das auch Ritschi noch lange? Auf der Fahrt nach Remscheid haben wir teilweise gedacht, er schafft es nicht mal mehr bis nach Hause, so schlimm hat er geröchelt. Dann sind wir aber doch alle 4 (inkl. einem mürrischen, verunsicherten Scottie) müde aber gut erhalten zu Hause angekommen und gleich als erstes ein kleines Stück durch den Wald gegangen. Zwei Hunde, zwei Haufen - na also, erste kleine Erfolgserlebnisse, welche Freude! Auto ein- und aussteigen müssen wir noch etwas üben. Scottie ist zu Hause doch ganz schön sauer, dass da einer sein Revier an sich reißen will.

21.5.
Tag der Rückschläge!
Ritschi verwüstet uns die Wohnung. Der Gauner klaut wie ein Strauchdieb. Sämtliche Jacken runter gerissen und die Taschen auf links gedreht und nach Leckerchen durchsucht, von der hohen Anrichte in der Küche eine Packung Super Dickmann's geklaut und ca. 6 Negerküsse gefressen und über den gesamten Küchenboden geschmiert, 2-3 x in die Wohnung gepinkelt, Riesenpfützen ... - da waren wir schon ein wenig bedient.
Mittags zum Tierarzt: Blutuntersuchung, Bronchitis, Blasen-/Nierenentzündung (daher die Pisserei), Krallen viel zu lang, Kürzen jedoch nur minimal möglich, da Leben schon bis vorne durchgewachsen und sofort Blutung, durch die langen Krallen kann er nicht so richtig gut laufen, Gangwerk scheint jedoch in Ordnung zu sein, leicht erhöhte Empfindlichkeit und etwas steif in linker Hüfte, jedoch nicht bedenklich (eine Vollnarkose zum HD-Röntgen möchten wir dem Hund nicht zumuten, wenn es nicht unbedingt nötig ist), Herz in Ordnung, Zähne so la la, Ohren noch mal gereinigt, überall ordentlich abgetastet, keine Tumore gefunden. futtermäßig erstmal aufpeppeln, für die Gelenke Caniviton. Antibiotikum Synolux gegen die Entzündung. EUR 154 ohne Impfen und Chippen. Der alte Hund sieht irgendwie erbärmlich aus.
Ab in den Fressnapf: Halsband, verschiedene hochwertige Trockenfutter, Vitaminpaste, Näpfe usw., es soll ihm ja schließlich gut gehen, auf seine alten Tage.
Ritschi säuft extrem viel, was laut Tierarzt durch die Entzündung kommt. Beim Fressen ist er schrecklich gierig, wie ein völlig ausgehungertes wildes Tier, was nicht weiß, wann es das nächste Mal was zu Fressen gibt. Kommt wohl durch die wahrscheinlich unregelmäßige und Fehl-/Mangelernährung. Die Tabletten nimmt er mit Leberwurst oder Camembert problemlos.
Mein Mann telefoniert mit dem Tierheim Peine und erhält dort wieder wirre abweichende und sehr unfreundliche Angaben zu Ritschi's Geschichte. Sehr unbefriedigend.
Putzen putzen putzen, alles stinkt nach Pipi - und immer an die Schrankecken, die fangen schon leicht an zu quillen, ein echtes Problem. Schöner Mist.
Doch Rettung naht: Gerade als mein Mann und ich uns überlegen, ob wir vielleicht mal ganz vorsichtig unsere Nachbarin, die schon mal unsere Katzen versorgt, fragen ob sie tagsüber zwischendurch mal mit Ritschi spazieren geht, kommt sie selbst vorbei das neue Rudelmitglied ansehen und fragt uns, ob es uns denn wohl recht wäre, wenn sie tagsüber mal mit Ritschi gehen würde. Nur wenn wir nichts dagegen hätten. Aber natürlich haben wir nichts dagegen. Unsere Nachbarin glücklich (sie hätte so gerne wieder einen Hund, darf aber keinen halten), wir glücklich (keine Pfützen mehr), Hund glücklich (keine Not mehr und etwas vorsichtigen langsamen Auslauf vormittags und nachmittags zwischendurch). Alle happy! (Außer Scottie, der knurrt zwar nicht mehr und findet sich mit der Situation ab, glücklich ist er aber nicht. Das macht uns natürlich traurig.)
Abends zwischen 6 und 7 stellen wir auf einmal fest, dass Ritschi zunehmends agiler wird. Er wurde total munter und unternehmungslustig, lief gelegentlich federnd im Trab neben uns her und auf der Terasse tobten Scottie und er richtig. Er machte einen total glücklichen aufgeweckten und lebenslustigen Eindruck. Also doch noch ein positiver Tagesausklang.

22.5.
Ein ziemlich normaler Tag. Keine Pipi in der Wohnung, keine weitere Zerstörung aus Fresssucht, da wir alles ganz ganz weit weggeräumt haben. Bei den Fütterungen ist Ritschi allerdings immer noch total gierig und nervös. Sein Stuhlgang ist auch immer noch zu voluminös/luftig und so komisch rotbraun. Ganz anders als bei Scottie.
Röcheln und schleimen tut der arme kleine Hund auch immer noch ganz schlimm, was ihm inzwischen den Spitznamen Rotzi einbringt. Vielleicht kennen Sie den Film 'Hilfe, es weihnachtet sehr', der kürzlich in 'Schöne Bescherung' umbenannt wurde, Weihnachten bei der Familie Griswald mit Chevy Chase. Da gibt es so einen Rottweiler Rotzi, der macht unter dem Tisch die gleichen Geräusche.
Abends erreicht mein Mann die ehemalige Besitzerin von Ritschi und erhält dort immer noch wirre, jedoch etwas aufschlussreichere Informationen. Der Zweitbesitzer, ihr Chef, von dem sie Ritschi mit 3 Jahren für 6 Jahre bekommen haben soll, soll Ritschi mit Computerkabeln im Büro geschlagen haben. Als sie den Hund von ihm übernommen hat, hat er alle Papiere geschreddert (welcher Spinner macht denn sowas???). Aus Zeitgründen hat sie Ritschi dann wohl mit 9 Jahren an einen flüchtigen Bekannten gegeben. Unter anderem soll Ritschi zuletzt nur noch in einem Verschlag gehaust haben. Der Typ ist dann wohl pleite gegangen und verschwunden, so ist Ritschi dann im Tierheim gelandet. Man hat dann versucht ihn dieser Vorbesitzerin zurückzugeben, die konnte ihn aber nicht mehr nehmen. Ich glaube das ging ein paar mal hin und her, bis dann die Mieterin von Sommerfeld's zufällig im Tierheim neben ihr stand und sagte, sie nehme den Hund mit. (Was macht eine Sozialhilfeempfängerin, die kaum ihre Familie ernährt kriegt in einem 80 km entfernten Tierheim???) Ritschi hat wohl auch den Ruf, immer abzuhauen, also vorsicht, nicht ableinen. (Je nach dem wie er gehalten wurde, ist es vielleicht auch kein Wunder, dass er versucht hat abzuhauen, vielleicht wollte er sich auch nur was zu fressen besorgen!?!) Vor einem Jahr soll er sehr fett gewesen sein und wohl auch mal medikamentös an der Bauchspeicheldrüse behandelt worden sein. Also rufe ich beim Tierarzt an. Bauchspeicheldrüsenverdacht - was tun? Kotprobe. Na fein, Urinprobe muss ich ja wegen der Blase auch noch einreichen. Da hat man doch was, worauf man sich freuen kann.

23.5.
Morgens 1. Versuch die Urinprobe einzusammeln. Also mit Hund und Konservenglas in den Garten. Geht Ritschi doch tatsächlich hinter die Sträucher ins Gebüsch, wo ich in meinen Büroklamotten nicht hinterher kriechen konnte. Na gut, dann eben abends.
Kein Problem, Hund pinkelt, Glas drunter, top! Mein Mann bekam sich vor Lachen kaum ein, es sah wohl so aus, als hätte ich den Hund gemolken.
Jetzt aber Kotprobe. Unsere Nachbarin war schon so oft mit ihm draußen gewesen, dass er nicht mehr musste. Hin und her gelaufen, nix. Dann auf den letzten Drücker (im wahrsten Sinne des Wortes!) um 18:20 noch ein kleines Köttelchen. Prima! Eierlöffel, Tupper-Däumling, Deckel drauf und ab zum Tierarzt. Der macht um 18:30 zu. Geschafft! Ergebnisse Montag/Dienstag.
Abendessen: Ritschi nimmt einen Mund voll Futter, schluckt und würgt es wieder aus, total zugeschleimt. Das war gar nicht erst im Magen angekommen sondern schon im Hals nicht runter gegangen. Das hat er zweimal gemacht und dann nicht weitergefressen. Hm. Da mach ich mir aber Sorgen. Der hat doch eh nichts auf den Rippen und muss erstmal zulegen. So wird das nichts.

24.5.
Beim Frühstück genau das gleiche wie am vorherigen Abend. Also beim Tierarzt angerufen - was tun? Gar nicht so schlimm. Futter einweichen mit Wasser oder Brühe. Außderdem ACC Akut zur Schleimlösung geben. Apotheke, ACC Akut besorgt. Morgens und abends wird jetzt mit ACC Akut aufgelöst eingeweicht. Riecht allerdings nach Beerenmüsli. Ob er das frisst? Ja, tut er. Allerdings mag er das Caniviton anscheinend nicht mehr nachdem die erste Gier gestillt ist und er weiß, dass er jeden Tag wieder mehrmals etwas gutes zu fressen kriegt. Da muss man ihm dann schon besonders gut zureden, dass er das frisst. Überhaupt bekommt er die geballte Ladung ins Fressen: Caniviton, Vivavet Plus, Haferflocken, Vitaminpaste. Kauknochen und Schweineohren liebt er auch über alles. Ich hätte nicht gedacht, dass er das mit seinen Zähnen noch so gut bewältigen kann.
Mittags nimmt seine Patin (unsere Nachbarin) ihn mit zu sich in den Garten. Er bekommt auch 2 Kartöffelchen vom Mittagessen ab. Ein wahres Hundeparadies.

25.5./26.5.
Endlich Wochenende. Zeit das Verhältnis der beiden Hunde mal genauer zu beobachten und sich mit beiden mehr zu beschäftigen. Klappt eigentlich ganz gut. Nicht die große Liebe - aber klappt.
Beim Spaziergang mit beiden Hunden treffen wir Leute mit zwei anderen Hunden. Scottie ist ein äußerst verträglicher Hund, der mit allen anderen Hunden spielen möchte. Die drei spielen also wild auf Waldweg und im Bach, Ritschi habe ich an der Flexileine. Er läuft normalerweise allerdings immer bei Fuß neben einem her. Sehr leinenführiger Hund. Plötzlich sprintet Ritschi los und geht ansatzlos auf einen der beiden fremden Hunde los, ein 5-jähriger unkastrierter Foxterrier-Rüde. Leider hatte ich mich mit der Frau unterhalten und nicht mitbekommen, wie sich diese Situation entwickelt hatte. Die anderen Hunde spielten unbeeindruckt weiter. Bisswunde hat es keine gegeben, ich habe ihn sofort zurückgerissen. Leider habe ich keine Erklärung für den Vorfall. Schlechtes Gefühl!
Scottie muss eigentlich abnehmen. Ritschi bekommt mehrmals am Tag zu fressen und lässt Reste stehen. Zweimal hat Scottie inzwischen Ritschi's Napf leergefressen (mit dem schweren Vorzugsfutter!). Das macht die Diät nicht leicht. Auch hier ist die Koordination ganz schön stressig. Mit Einweichen, Hinstellen, zu Fressen animieren, Scottie davon abhalten dranzugehen, die Reste wegnehmen, den Zement wegspülen etc. ist man eigenlich den ganzen Tag mit Füttern und Medikamenten beschäftigt. Und Scottie denkt wahrscheinlich ständig, dass er zu kurz kommt. Unglücklicher kleiner Hund.

27.5.
Da mein Mann und ich einen gemeinsamen späten Termin haben, geht unsere Nachbarin auch gegen 17:00 nochmal mit Ritschi. Als wir gegen 19:30 nach Hause kommen, sitzt sie mit beiden Hunden auf der Terasse. Beide Hunde kommen freudig wedelnd zur Begrüßung auf uns zugerannt. Sie spielen auch wieder miteinander auf der Terrasse. Ritschi wirkt ausgelassen wie ein junger Hund. Nach dem Abendessen müssen wir dabei jetzt aufpassen, Scottie versucht dann immer Ritschi zum Spielen zu animieren, was nach dem Essen beide nicht dürfen. Bloß keinen Drehmagen provozieren. Terrasse ist also erstmal nur vor dem Essen.
Ritschi sieht inzwischen blendend aus. Einfach nur noch wie ein Hund in den besten Jahren (na ja, vielleicht leicht darüberhinaus). Aber das Röcheln bleibt, je nachdem wie er liegt. Beim Laufen hat er das Problem nicht. Durch die vielen Spaziergänge wetzen sich auch die Krallen langsam ab und er bleibt schon seltener mit den Hinterläufen beim Abrollen hängen.
Angemeldet ist Ritschi jetzt auch.

28.5.
Abends ein dummer Vorfall zwischen Scottie und Ritschi. Ausgelöst allerdings durch menschliches Versagen und ein Missverständnis.
Wenn es Leckerchen gibt, sitzen die beiden friedlich nebeneinander und nehmen abwechselnd ohne Eifersüchteleien ihre Leckerchen entgegen.
An dem Abend gibt unsere Nachbarin zur Begrüßung Leckerchen. Das letzte ist für Scottie. Es fällt ihr jedoch ungeschickt runter. Für die Hunde ist der Besitzanspruch nicht erkennbar. Beide schnappen nach dem Leckerchen. Missverständnis. Ritschi schnappt nach Scottie. Scottie zieht sich zurück. Mein Mann und ich, gerade beim Abendessen, was uns nun keinen so rechten Spaß mehr macht, da uns die Aufregung über diesen Vorfall ziemlich auf den Magen geschlagen ist. Was machen wir jetzt? Die beiden beißen sich! In der ersten Aufregung ist ein klarer Kopf und eine vernünftige Analyse der Situation ja noch nicht so ganz möglich.
Gut, wenn es hart auf hart kommt muss er weg. Da machen wir keine Kompromisse. Scottie geht ganz klar vor. Ja, aber ich kann den alten Hund auch nicht so einfach abgeben. Was machen wir denn jetzt bloß? Panik macht sich breit! Unser armer Scottiemann. Oh nein, oh nein. Tja, dann müssen wir eben Frau Linnerth anrufen und ihr sagen, dass sie das hier als Pflegestelle betrachten soll, langfristig aber ein neues Zuhause für Ritschi suchen soll. So ein Mist. Erstmal drüber schlafen.
Um 20:00 ruft unser lieber Tierarzt uns noch mit den Kotergebnissen an. Keine Indikation einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung. Alles ok. Die Urinwerte hatten wir bereits morgens abgefragt, hier war die Blasenentzündung erkennbar, die inzwischen durch das Antibiotikum abgeklungen ist.
Ritschi trinkt wesentlich weniger als zu Anfang, normales Trinkverhalten, wie bei Scottie. Er hat jetzt auch durch das Einweichen etwas Wasser in der Nahrung. Keine Pipi-Missgeschicke mehr. Alles ok. Bis auf das Röcheln. Aber das Schleimen scheint auch schon besser zu werden. Freitag werden wir wieder zum Tierarzt gehen, ihn nochmal durchchecken, dann impfen und chippen lassen.

29.5.
Verhältnis völlig normal - Gott sei Dank! Leckerchen-Test: null problemo! Bin ich froh! Keine Misstöne. Alles easy. Aber wir sind nun sensibilisiert und werden natürlich noch aufmerksamer auf irgendwelche Signale achten. Nur keine Nervosität auf die Hunde übertragen. Locker bleiben.

31.5.
Tierarzt Termin.
Fiebermessen, Routineuntersuchung, Impfen, Chippen. Alles lässt Ritschi ohne Murren und Zucken mit sich machen. Dann schauen wir nochmal nach den Zähnen, weil er sich immer so eigenartig mit dem Zahnfleisch der linken Seite kratzt und scheuert. Sieht nicht so gut aus, da ist an einem Zahn der Zahnstein schon ins Zahnfleisch gewachsen, das Zahnfleisch entzündet. Eine Behandlung dafür kann nur unter Vollnarkose durchgeführt werden. Das können wir ihm wirklich nur antun, wenn es gar nicht mehr anders geht. Wir bekommen ein Medikament dafür und noch ein anderes gegen das Röcheln und Schleimen im Hals, was nicht aus den Bronchien zu kommen scheint. Die Lunge ist ok. Ein Altersherz bekommt er jetzt wohl, das ist nichts ungewöhnliches.

Das ist inzwischen über eine Woche her. (Das ich diese e-mail begonnen habe übrigens auch!)
Das Röcheln und Schleimen ist ganz selten geworden. Das Zahnfleisch macht ihm noch zu schaffen, hindert ihn jedoch nicht am fressen. Er ist ein ganz normaler, lieber und wie wir glauben auch glücklicher Hund. Zwischen Scottie und Ritschi hat es keinerlei Probleme mehr gegeben. Manche Katzen kuscheln inzwischen auch mit Ritschi.
Unsere Nachbarin und ihr Mann holen Ritschi immer noch regelmäßig zum Spazierengehen und zu sich in den Garten. Das genießt er auch sehr.

Zur Zeit sieht es also nach einem Happy End aus! Hoffen wir das es so bleibt und Ritschi bei uns noch eine schöne möglichst lange Zeit verbringen wird.

Viele Grüße
Sandra und Axel Schmachtenberg


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