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Tasso

Oktober 2008

Tassos neues Zuhause!

Jetzt möchte ich doch auch einmal von Tassos neuem Leben berichten.

Tasso, ein 9 jähriger Rüde, war seit Ende letzten Jahres bis Anfang diesen Jahres bei Ridgeback in Not, weil sein Herrchen leider verstorben ist. Zu diesem Zeitpunkt spielten wir schon eine ganze Zeit lang mit dem Gedanken, zu unserem ersten, fast 3 jährigen Rüden, eine RR-Hündin aufzunehmen. Zuerst sollte es ein Welpe sein dann aber sind wir auf RR-in-Not gestoßen und haben Tasso entdeckt.

 

Da wir uns vorher nie mit dem Gedanken auseinandergesetzt haben zwei Rüden zu halten, waren wir ziemlich hin und her gerissen, weil wir nicht wussten, ob das gut gehen kann aber wir bekamen dieses Foto nicht mehr aus unserem  Kopf. Nach langen Gesprächen mit meiner Freundin Simone, die mir dazu riet, mich einfach mal Birgit Linnerth in Verbindung zu setzen, schrieb ich Birgit eine Mail und beschrieb ihr meine Situation. Birgit schrieb sofort zurück und sagte mir, dass sie glauben würde, dass es super passen wird und dass ich mich mal direkt mit der Tochter des verstorbenen Herrchens in Verbindung setzen soll. So langsam setzte die Aufregung ein und ich war nicht mehr in der Lage auch nur einen Gedanken an andere Dinge zu verschwenden. Ich erreichte die Tochter Claudia und erzählte ihr von meinem Interesse. Da Claudia mit Tasso aufgewachsen ist und Tasso über alles liebte, ihn leider aus beruflichen Gründen aber nicht selbst aufnehmen konnte, suchte sie zuerst nach Lösungen im Münchener Raum, um Tasso doch hin und wieder besuchen zu dürfen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie tatsächlich schon eine Lösung gefunden. Wir tauschten dennoch unsere Emailadressen aus und ich schrieb Claudia noch am selben Abend eine Mail und schilderte ihr das Leben unseres Hundes bei uns zu Hause. Da Tasso einen Bandscheibenvorfall hat und zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ins Auto steigen wollte, war es Claudia auch wichtig, dass er nicht zwingend zu jedem Pipimachen Autofahren muss. Also beschrieb ich die Möglichkeiten, die Tasso bei uns zu Hause hätte und schickte ihr Bilder von unserem Garten und dem Wald dahinter. Ich bot ihr an, uns zu besuchen damit sie sich alles anschauen kann. Auch wenn sie sich dennoch nicht entscheiden könnte Tasso in Bochum zu lassen, bot ich ihr an, dass sie sich immer wieder gerne melden könnte, falls sie mal jemanden bräuchte, damit Tasso in keine Hundepension muss. Claudia meldete sich relativ schnell zurück und fragte, ob sie denn mal mit Tasso vorbei kommen könnte und wir vereinbarten einen Termin, den 26.01.2008. Wir vereinbarten ein Treffen im nahe gelegenen Wald, damit die beiden, Sam und Tasso, sich auf neutralem Boden zum ersten Mal begegnen können und ganz alleine entscheiden, ob sie sich sympathisch sind oder nicht. Ich muss dazu sagen, dass Claudia und ich uns bei den zahlreichen Mails, die wir uns bis zum Treffen schickten, immer mehr zusammenwuchsen und uns beim ersten Treffen so vertraut waren, als hätten wir uns schon immer gekannt. Wir fielen uns in die Arme und sind uns mittlerweile sicher, dass wir Seelenverwandte sind. Tasso und Samy beschnupperten sich und gingen schon mal nicht auf einander los – das beruhigte uns schon sehr und ich war mir ziemlich sicher, dass Samy schon bald versuchen würde Tasso zu bespielen. Samy ist in Bochum „der Clown“ und schafft es fast jeden, mit seinen Spielaufforderungen zu überzeugen, lieber Freundschaft statt Feindschaft aufzubauen. Sam wird von den meisten Hunden als so guter Freund gesehen, dass Sam immer Beschützer um sich herum hat – so auch Tasso. Wir bogen vom Wald auf ein Feldstück, Sam ging mit den Vorderbeinen runter, mit dem Hintern nach oben und sprang wie ein Känguru hin und her, bis Tasso schließlich mit Sam gespielt hat und ab da war klar, dass beide dicke Freunde werden.

 

Claudia blieb mit Tasso über Nacht und beobachtete, dass Tasso sich, wie schon lange nicht mehr, wunderbar entspannen konnte und sich sehr an Sam orientierte. Claudia vertraute uns Tasso an und wir nahmen Tasso mit Freude bei uns auf. Als Claudia wieder zurück nach München fahren musste, zerbrach es uns das Herz. Wir weinten bittere Tränen und ich versicherte Claudia, dass sie jederzeit zu uns kommen kann, wenn sie Tasso sehen möchte, wir beschlossen aber beide so lange zu warten, bis Tasso  sich bei uns eingelebt und sein neues Zuhause als solches akzeptiert hat. Ich nahm mir sofort zwei Wochen Urlaub, weil ich meinen Mann ungern mit dieser neuen Situation alleine lassen wollte. Während Sam doch schon ziemlich zu knacken hatte, dass er sich plötzlich Couch, Leckerchen, Spielsachen und Herrchen und Frauchen mit Tasso teilen musste, genoss Tasso unsere ständige Präsenz und unsere Bestechungsversuche. Dabei mussten wir natürlich darauf achten, dass Samy immer noch so viel Liebe bekam wie vorher, also, dass wir unsere Liebe nicht teilten, sondern einfach verdoppelten. Die Beobachtungs- und alles meins –Phase hielt ca. 4 Wochen an, wobei sie sich nie in Aggressionen spiegelte sondern eher in Traurigkeit oder extremes Aufmerksamkeitsbedürfnis. Zu diesem Zeitpunkt zerlegte Sam 3 Fernbedienungen und setzte sich bei jedem Besucher auf den Schoß, als wollte er sagen „mein Besuch“. Zwei Streitereien gab es dann doch irgendwann wegen Fresschen und schnell lernten die Zweibeiner auch, dass eine getrennte Fütterung auch dieses Problem aus der Welt schaffen würde. Nach kurzer Zeit schon, war Tasso Samys Beschützer und zeigte jedem anderen, sehr freundlich,  dass nur ER der Freund von Samy ist, orientierte sich aber weiterhin an Sam und bekam immer mehr Selbstbewusstsein. Beide Hundis lieben sich und können sich, so wie wir es interpretieren, ein Leben ohne einander nicht vorstellen,  wir sind überglücklich und können unser Glück gar nicht glauben. Immer wieder geben sie sich Küsschen, wenn sie aneinander vorbei gehen und toben zusammen.

 

Da Tasso sich so schnell bei uns einlebte, besuchte uns Claudia auch schon 4-5 Mal und ich war auch bei Claudia in München und der Familie in Lüdenscheid. In diesem Sinne möchte ich mich nochmals bei Claudia und bei Claudias Familie für das Vertrauen und die Freundschaft bedanken, bei meiner Freundin Simone, die nicht locker lies und mich dazu überredetet mich bei Birgit zu melden und mir die Angst vor der Haltung von zwei Rüden nahm und natürlich auch bei Birgit, die ich in diesem Jahr bei der RR-Olympiade  persönlich kennen lernen durfte. Durch Dich, liebe Birgit, haben wir einen großen Schatz in unsere Familie aufnehmen können und haben eine mir sehr wichtige Freundin dazu gewonnen und ein herzliches Dankeschön an RBC, die die Vermittlung von Tasso in die Hände von Ridgeback in Not gegeben haben.

 

Vielen lieben Dank!!

 

Ich schätze Deine Arbeit und bewundere Dich für Deine Stärke!

 

Viele Grüße aus Bochum

 

Anja


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