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Nina

05. Januar 2006

 

Mein Freund und ich haben schon als kleine Kinder schon immer geträumt selbst einen Hund zu haben, aber leider haben uns das unsere Eltern nie erfüllt. Wir sind beide sehr große Tierliebhaber und als wir dann beide in eine gemeinsame Wohnung gezogen sind haben wir uns dann lang und breit überlegt, ob wir es zeitlich einrichten können einen Hund zu halten. Nach langem hin und her haben wir uns dann entschlossen einen Hund zu holen, aber da wir beide berufstätig sind, kam für uns erstmal ein Hund aus dem Tierheim in Frage. So haben wir uns im Internet die Tierheime in der Umgebung mal angesehen und haben in Mannheim auf der Internetseite einen Link mit Nina gesehen und fragten uns wie ein so schöner Hund, solange im Tierheim leben kann. Sie sah auf der Internetseite sehr groß aus und das hat uns etwas abgeschreckt, denn ein so großer Hund mit diesem Alter wird bestimmt nicht mehr alt. Trotz meiner großen Liebe zu Ridgebacks hatten wir uns dann für einen Rottweiler-Mix entschlossen und es war schon fast alles perfekt unsere Vermieter und ihr Hund waren mit uns im Tierheim um zu sehen, ob alles passt. Es hat auch alles gepasst, aber an dem Tag als wir sie abholen wollten, hatten unsere Vermieter sich alles noch einmal anderes überlegt und so gab es erst mal keinen Hund. Aber dafür sehr viele Sperrmüllzeitungen, um nach einer Wohnung zu schauen, in der wir auf jeden Fall Hunde halten können. Es war eine lange Suche, aber jetzt hatten wir dann endlich eine super Wohnung und die Suche in den Tierheimen konnte weitergehen. Wir hatten dann schon sehr viele Tierheim abgeklappert und keinen passenden Hund gefunden. Jetzt blieb eigentlich nur noch ein Tierheim übrig, dass an diesem Tag noch offen hatte, Weinheim!!!! 
 

Kurz vor Schluss kamen wir dann da endlich an und wir wurden herum geführt, nach dem wir aber zuvor gesagt hatten, dass der Hund nicht älter als 6 Jahre sein sollte, war Nina nicht auf der Führung gestanden, aber wir konnten an diesem Zwinger nicht vorbei. Da saß sie viel kleiner als im Internet und ihr Blick hat uns so tief im Herzen getroffen, dass es nur ein Hund sein konnte " NINA". Wir durften dann auch gleich zu ihr in den Zwinger und mit ihr schmusen. Es war bei uns DREI wirklich "LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK" und als wir dann gesagt hatten, das wir gerne mal mit ihr Gassi gehen würden, um zu sehen, ob sie uns auch wirklich mag, bekam die komplette Tierheimmannschaft Gänsehaut und manchen standen sogar die Tränen in den Augen. Gesagt getan, wir hatten für den nächsten Morgen einen Termin zu Gassi gehen und wir waren über glücklich und freuten uns auf den nächsten Tag wie Kinder auf Weihnachten.
 

Das Gassi gehen war wirklich super, Nina freute sich wie ein junger Hund uns wieder zu sehen und als wir wieder im Tierheim waren, stand für uns fest wir wollen Nina und keinen anderen Hund. Trotz ihrer ganzen Macken, war sie uns in ein paar Minuten so sehr ans Herz gewachsen. Nur jetzt gab es da für uns noch ein Problem, unser Urlaub war erst in drei Wochen, hält uns das Tierheim den Hund solange frei. Wir wollten sie aber vorher nicht holen, damit wir mehr Zeit haben diese geschundene Seele bei uns einzugewöhnen. Für das Tierheim war das GOTT SEI DANK kein Problem und so sind wir jeden Tag nach der Arbeit raus ins Tierheim und haben sie besucht und ausgeführt. Als der Tag immer näher rückte hat sie uns jeden Abend das Herz gebrochen, sie wollte nicht mehr in diesen Zwinger. Dieser Blick war einfach schlimm und wir hatten ihr immer wieder gut zu geredet, und sie dann schweren Herzen wieder einen weiteren Tag dort gelassen. Dann war er da der Tag an dem sie nach langen 8 Jahren ein zu Hause haben sollte. Ein zu Hause bei einer Familie die sie liebt. Beim Abschied hat sich das Tierheim so sehr gefreut, dass vielen die Tränen in den Augen standen.
 

Zu Hause angekommen, musste das neue Reich erst einmal gründlich abgeschnüffelt werden und die Aufregung war bei allen sehr groß. Nur dann kam ja auch wieder die Zeit an der man mit ihr mal wieder vor die Tür musste. Die arme Maus ist durch die ganze Wohnung gerannt, als ich ihr Geschirr in die Hand nahm, und hat sich im hintersten Eck auf dem Balkon verkrochen. Sie wollte nicht wieder zurück gebracht werden und wollte einfach nicht vor die Tür. Mit viel Geduld und Spucke hat es dann geklappt und wir sagten ihr immer wieder: "Nina wir gehen Gassi". Der Hund ist mit eingezogenem Schwanz die Treppen runter und hatte Angst wir gehen in die Nähe des Autos das sie wieder zurück bringen soll. Aber ihre Befürchtungen sind ja nicht eingetroffen und so wurden die nächsten Tage etwas einfacher sie dazu zu bewegen mit uns einen Spaziergang zu machen. Dafür waren die ersten Nächte noch ein Problem, mein Freund hatte früher Urlaub wie ich und konnte somit sich wieder hinlegen, aber ich war mit der Wasserflasche unter dem Kinn im Geschäft und hoffte das ich nicht mit dem Kopf auf die Tastatur falle. Unsere Nina hatte zwei Nächte lang kein Auge zu getan, weil sie zu sehr aufgeregt war.
 

Wir sind auch dann zwei Wochen später gleich mit ihr ins schöne Bayern zu meinen Eltern gefahren um unseren Familiennachwus mit voller Stolz präsentieren zu können. Nina fand das ganz klasse und hat meine Eltern und meinen Bruder sofort freundlich begrüßt. Im Urlaub hatte sie dann auch gleich ihre erste Begegnung mit einer Kuh. Das war vielleicht aufregend können wir euch sagen, denn außer unserer Maus hatte keiner Angst vor einander. Die Kuh stand direkt vor uns und Nina hat nur noch fünf Schritte nach hinten gemacht und sich hinter uns versteckt.
Leider war unser Urlaub in Bayern wieder viel zu schnell rum und wir sind wieder nach Hause gefahren, denn jetzt stand ja auch schon bald die endgültige Vermittlung an. 
 

Das Tierheim kam und Nina hatte Angst, dass sie wieder mit muss. Aber sie waren so begeistert wie gut sie aus sah und wie gut es ihr ging. Deswegen durfte sie auch bleiben. Ganz ehrlich gesagt, wir hätten sie auch auf keinem Fall wieder her gegeben.
 

Sie ist für uns einfach der perfekte Hund, sie zerstört die Einrichtung nicht, wenn sie alleine ist und sie macht nicht in die Wohnung, trotz der vielen Jahre im Zwinger. Sie bleibt allein zu Hause ohne Probleme und keiner hört nur einen Mucks von ihr. Sie bellt nicht, wenn es an der Tür klingelt und freut sich über jeden Besuch, denn sie bei uns begrüßen darf, denn das sind ja noch ein paar Streicheleinheiten mehr für sie. Das Einzige was sie immer braucht ist ganz viel Liebe und Zuwendung.
 

Es gibt einfach nichts schöneres als in der Mittagspause heimzukommen und mit ihr eine Runde zu drehen und abends dann mit ihr dazu liegen und zu kuscheln. 
 

Uns wurde gesagt, dass Nina es nicht mit anderen Hunden kann und heute spielt sie auf der Wiese mit ausgesuchten Kandidaten, weil sie sehr ängstlich ist. Sie hat auch ein Problem mit der Schilddrüse und es wird immer besser mit ihr, seitdem sie die Tabletten bekommen.
 

Wir haben auch die nächsten Tage einen Termin bei Esther Follmann und wir wollen hoffen, das sie es schafft Nina etwas mehr vertrauen zu vermitteln, damit sie immer ohne Leine laufen kann und ihren Lebensabend in vollen Zügen genießen kann.
 

Die Entscheidung Nina geholt zu haben, haben wir noch nicht ein einziges Mal bereut. Und ich kann jedem nur ans Herz legen sich einen Hund der in Not geraten ist zu holen, denn es gibt keiner der dankbarer ist. Auch ein alter Hund macht nicht mehr Probleme, wie ein junger. Nina ist so fit und gesund, das wir kaum Tierarztkosten haben. Um mal eine kleine Rechnung abzugeben, Nina bekommt Tabletten für ihre Inkontinenz, da kosten uns für 100 Tage die Tabletten ca. 18 € und ihre Tabletten für die Schilddrüse reichen 50 Tage und kosten nicht ganz 17 €. Sonst bekommt sie nur noch vorbeugend etwas pflanzliches für ihre alten Knochen und da kosten die Tabletten für 50 Tage auch nicht ganz 17 €. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Medikamente die sie jetzt bekommt alle samt nicht nur alte Hunde bekommen, sondern auch ein paar junge Hund. Deswegen kann ich es nicht verstehen das die alten Hunde nicht mehr vermittelt werden können, oder besser gesagt nur schwer.
 

Das einzige was wir bei Nina vermissen ist: "Das wir nie ein Photo von ihr sehen werden, wie sie als Welpe ausgesehen hat". Und jeder der sich das vielleicht mal näher durch den Kopf gehen lässt, entscheidet sich hoffentlich auch für einen Veteranen auf dieser Seite. Die armen Seelen können auch nichts dafür, dass sie erst im Alter abgegeben werden. 
 

Ich kann eines noch abschließend dazu sagen unser nächster Hund wird auch ein Hund sein der in Not geraten ist, denn wir bereuen es überhaupt nicht.
 

Marita, Alex und Nina


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